12. November 2021
Imana. Gott. Guten Morgen. Sonntags. In Ruanda. Am freien Tag. Liegst du im Liegestuhl auf der Dachterrasse? Sitz du auf einem LKW, geschützt unter der Plane. Lässt dich fahren. Guckst freundlich raus. Hängst in der Hängematte? Füße hoch und einfach mal ausruhen. Ruhe finden. Augen zu. Mit einer der folgenden Playlists auf den Ohren? Rest and recover. Recover and regenerate. Relax and unwind. Welche hörst du? Suchst du Freiheit findest du Freiheit - besonders Sonntags? Und wo, wenn ich...
06. November 2021
maybe one of the bravest things we can do is unfold why we became who we became it takes a heck of a lot of courage to look back to uncover our crappy fears and painful losses you have to be brave, brave, brave so bold to watch them right in their faces to let the uninvited hurt finally show up curing is slow so slow no way to speed it up in the meantime we want to throw stones on the people who have hurt us we want them to pay back God walks with us in this dirty shit only hope carries you...

19. September 2021
Oft schon meinte Sophie zu mir: “Ich brauche nur meine Augen zu schließen und durch die Räume zu gehen. Die Küche und den Flur, die knarzenden Treppenstufen nach oben, draußen am alten Schweinestall vorbei und mit den Füßen über den unebenen gepflasterten Boden zu laufen - und ich bin dort - und ich sehe auch meine Mutter, wie sie dort steht oder sitzt oder im Garten kniet und ackert. Ich brauche nur die Augen zu schließen und ich habe alles hier“, sagt sie und legt ihre Hände...
25. Juli 2021
Neulich, da war ich gerade auf der Heimfahrt, da erzählte mir eine Freundin, dass sie sich gerade mit ihrem Mann zusammen gesetzt hat, um darüber nachzudenken, wie sie eigentlich in den nächsten Jahren leben möchten. Letzte Woche dann an einem lauen Sommerabend - bei einem Aperol Spritz erzählte mir eine andere Freundin, dass sie und ihr Mann beschlossen haben, sich einfach mal zu trauen, sich ein Leben vorzustellen, dass nicht eingezwängt ist in gesellschaftliche Konventionen - wie bei...

14. Juni 2021
Im Basler Rhein gibt es seit gut einem Jahrzehnt eine neue Volkssportart: das Rheinschwimmen. Ich kann mir auch mittlerweile nichts besseres vorstellen, als eine Altstadt schwimmenderweise aus dem Fluss zu entdecken. Die Perspektive ist überragend und ungewohnt und man darf sich einfach treiben lassen. Bei Sportambitionen auch mal ein paar Minuten gegen die starke Strömung schwimmen, nur um sich dann weiter unter den Basler Rheinbrücken treiben zu lassen. Irgendwann kann man am Ufer...
22. Mai 2021
Ich sitze gerade alleine auf meinem Balkon, die Sonne scheint und es ist endlich Frühling geworden. Schon seit ein paar Wochen möchte ich einen Text über Einsamkeit schreiben, aber das ist gar nicht so einfach. Einsamkeit ist irgendwie immer noch ein Tabuthema, obwohl ich eigentlich den Eindruck habe, dass seit der Pandemie mehr und offener über die Einsamkeit gesprochen wird, auch und vielleicht gerade weil sie zugenommen hat. Einsamkeit? Wer gibt schon gerne zu, dass er einsam ist, sich...

01. Mai 2021
Das Thema ist mir an sich eine Nummer zu groß. Doch mir sind in kleiner Größe in einem Kinderbuch und einem Teilchen einer Podcastfolge zwei handliche und herzliche Freiheitspäckchen begegnet die ich greifen kann die mir einfach genug erscheinen, für meinen gerade sehr einfachen im Sinne von schlichten Alltag. Zwei Männer unterhalten sich über Freiheit. Und der ältere, schon 88-jährige Mann erzählt: „Ich war jahrelang als Menschenrechts-Politiker unterwegs, und Mut macht mir, dass...
02. April 2021
Ich warte jetzt schon viel zu lange damit, einen Text über das Warten zu schreiben. Alles hat seine Zeit, schrieb einmal ein sehr weiser Mensch. Ich bin aber oft so ungeduldig, bis DIESE Zeit erreicht ist. Ungeduldig, bis endlich der Frühling anfängt. Ungeduldig, bis Corona endlich aufhört. Ungeduldig, bis sich endlich ein paar echte Herzenswünsche erfüllt haben, die ich schon so lange mit mir herumtrage. Ich weiß, ich bin ungeduldig auf sehr hohem Niveau. Denn wie muss es erst den...

02. April 2021
Du bist der Gekreuzigte Gott am Kreuz mittendrin nicht außen vor bist dir nicht zu fein herabzusteigen jetzt hängst du dort gedümtigt hast die Arme weit ausgestreckt umarmst woran wir leiden womit wir kämpfen wofür wir verletzen bei dir hat alles Raum du trägst erträgst deine durchbohrten Hände kommen unserem Schmerz so nah Gott am Kreuz du bist unendliche Solidarität. foto copyright: Nicolas Muino
24. Februar 2021
Meine Kinder spielen gerne Uno das Spiel mit den bunten Karten, Zahlen und Tieren (mit den Tieren ist die Kleinkind-Version, einfacher, weil Tiere) Wenn mein Sohn seine Karten auf der Hand hat, berichtet er als erstes wie viele freche Karten er hat. Freche Karten sind die Affen, die +2, bei denen der Mitspieler_in zwei Extrakarten aufnehmen muss. Meine Kinder wünschen sich in einem Spiel immer möglichst viele sogenannte freche Karten und ich bemerke Ich wünsche mir zur Zeit möglichst viele...

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